Midlife Crisis – was tun?

Im Alter zwischen 35 und 50 Jahren stellt sie sich bei den meisten Männern ein: die Midlife Crisis. Es fragt sich nur, wie heftig sie sich bemerkbar macht. Und wie wir damit umgehen.

Die Midlife Crisis wird häufig mit Liebesabenteuern mit jüngeren Partnerinnen assoziiert. Oder mit dem unbändigen Drang, sich auf ein dickes Motorrad zu setzen und im Biker-Outfit die Strassen unsicher zu machen. Doch im Grunde handelt es sich dabei nur um zwei von sehr vielen möglichen Auswirkungen, die das Erreichen der «Lebensmitte» bei Männern auslösen kann. Die Midlife Crisis entsteht sozusagen als Ergebnis der Halbzeitbilanz, die man im mittleren Lebensabschnitt unwillkürlich zieht. Es stellen sich Fragen wie: Was erwartet mich in den verbleibenden Jahren? Was möchte ich noch erreichen? Muss ich damit rechnen, dass es ab hier vor allem in eine Richtung geht – nämlich bergab?

Gleichzeitig herrscht häufig eine gewisse Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation: In der Karriere hat man das grösste Potenzial bereits ausgeschöpft, nach oben bleibt nicht mehr viel Spielraum. Der Körper beginnt, Alterungs- und Abnützungserscheinungen zu zeigen. Die langjährige Beziehung besteht immer mehr aus Routine(n), die grosse Leidenschaft hat nachgelassen und das Sexualleben ist nicht mehr das gleiche wie in den Anfangsjahren. Wo ist das Feuer geblieben? Überhaupt nehmen viele Männer in dieser Phase «Alltag» als etwas Negatives wahr. Der gewohnte Gang des Lebens erscheint langweilig und hält von aufregenden, neuen Erlebnissen ab. Über all dem schwebt noch die schmerzliche Erkenntnis, dass das eigene Leben und die Gesundheit eben doch nicht ewig dauern wird.

Midlife Crisis – und jetzt?

Aus allen diesen Faktoren resultiert häufig der Wunsch, «auszubrechen», langjährige Gewohnheiten zu überwinden und sich noch einmal selbst zu verwirklichen. Wie geht man nun mit einer solchen Krise zur Lebensmitte um?

1. Ziele setzen

Sicher haben Sie in Ihrem Leben schon viele Ziele erreicht, vor allem in Ihrer Karriere. Diese Ziele haben Sie motiviert, nicht aufzugeben und am Ball zu bleiben. Genau gleich helfen Ihnen Ziele auch in der zweiten Lebenshälfte, Elan und Lebenslust zu bewahren. Es sei angemerkt, dass die Kopie einer Bucket List irgendeines YouTubers kaum der richtige Weg sein dürfte. Fragen Sie sich selbst eingehend, was Sie glücklich macht und was Sie noch erreichen möchten. Das erfordert Zeit und Ehrlichkeit gegenüber sich selbst.

2. Vital bleiben

Nicht alle, aber doch viele Ziele brauchen eine gute körperliche Grundkonstitution. Natürlich dürfen Sie diesbezüglich nicht die gleichen Anforderungen an sich selbst stellen wie mit 20. Doch das ist kein Grund, sich völlig gehen zu lassen und dem stetig wachsenden Bäuchlein tatenlos zuzusehen. Zumal Sport und Bewegung hervorragende Mittel gegen Lustlosigkeit und Niedergeschlagenheit darstellen. Und für die Leidenschaft in der Beziehung ist körperliche Fitness auch wichtig.

3. Beziehen Sie Ihre Partnerin ein

Wenn Sie in einer festen Beziehung leben, sollten Sie das Gefühl einer Midlife Crisis nicht für sich behalten. Gemeinsam lässt sich alles besser lösen. Ja, das gilt auch für Ihr Sexualleben. Im betroffenen Alter können sich vermehrt Probleme mit der sexuellen Leistungsfähigkeit einstellen, für die es beispielsweise mit dem P-Shot oder der Stosswellentherapie innovative, medikamentenfreie und effektive Therapien gibt.

Hätten Sie’s gewusst?

Geprägt wurde der Begriff Midlife Crisis in den späten 1950er Jahren vom kanadischen Psychoanalytiker Elliott Jaques. Bei der Midlife Crisis handelt es sich nicht um eine Erkrankung. Auch deswegen fällt es oft schwer, zwischen ausgiebigem Grübeln über das eigene Leben und einer ausgewachsenen Midlife Crisis eine klare Grenze zu ziehen. Fest steht jedoch: Während mancher gestärkt aus einer Midlife Crisis hervorgeht, kann bei anderen daraus eine «echte» psychische Erkrankung entstehen. Niemand muss in Panik verfallen, weil er den Drang verspürt, mit 48 Jahren noch das Tauch-Brevet zu erlangen. Ernst nehmen sollte man die Midlife Crisis trotzdem. Erstens sind sicher nicht alle Ideen, die sie mit sich bringt, der eigenen Gesundheit zuträglich. Zweitens kann sie beispielsweise in eine echte Depression münden, die ärztliche Hilfe erforderlich macht.

Dr. med. Geoffrey Hürtgen

Geoffrey Hürtgen hat im Jahr 2000 an der renommierten Universität Freiburg im Breisgau zum Dr. med. promoviert. Er ist Facharzt für Innere Medizin und Allgemeinmedizin (D), Praktischer Arzt (CH), Arzt für Naturheilverfahren (D) und Arzt für Notfallmedizin (D)

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